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Lerntherapie

In der Lerntherapie wird ein nicht unerheblicher Wert auf Bewegung und Entspannungstechniken gelegt, die in jeder Stunde möglichst mit eingebunden werden. Die Lerntherapie findet nicht in der Gruppe, sondern in Einzelsitzungen statt.

Für Kinder, die den folgenden Eigenschaften entsprechen, ist eine integrative Lerntherapie sinnvoll:

  • Konzentrationsspiele wie Puzzle oder Memory werden gemieden
  • Desorientierung in der Wahrnehmung
  • Verdrehungen von Buchstaben (Reversionen): b/d; p/q; u/n
  • Vertauschung der Buchstabenfolge im Wort (Reihenfolgefehler): sie/sei
  • Auslassung von Buchstaben: warnen/waren
  • Einfügen von Buchstaben: Sturtz/Sturz
  • Dehnungsfehler; „ihm“ anstatt „im“
  • Regelfehler: Fehler in der Groß- und Kleinschreibung ; Verwechselung von „ä“ und „e“ (sähen/ sehen); Doppelungsfehler (Robbe/Robe)
  • hohe Impulsivität und häufige Stimmungsschwankungen
  • Probleme mit der Motorik, insbesondere der Feinmotorik -Schreiben wird widerwillig ausgeführt
  • geringe Frustrationstoleranz bis hin zur Aggressivität
  • Arbeitsweise ist langsam und oberflächlich, viele Flüchtigkeitsfehler
  • hohe Ablenkbarkeit und Vergesslichkeit
  • Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe ist nur schwer möglich oder beendet diese nicht
  • wenig Selbstvertrauen, schnelle Entmutigung bei Misserfolgen

Kinder, die diese Eigenschaften aufweisen, fehlt es im Grundverständnis für verschiedene Teilbereiche. Aus diesem Grunde würden sie nicht von einer reinen Nachhilfe profitieren. Überdies bedürfen diese Kinder nicht nur eine schulische Förderung, sondern auch eine Unterstützung in ihrer persönlichen Entwicklung. In der Lerntherapie werden die Ziele individuell, je nach Einzelfall, festgelegt. In kleinschrittig werden diese Ziele verfolgt. Dies geschieht unter einer ständigen Evaluation der Herangehensweise. Die Stärkung oder auch die Wiederherstellung einer positiven Lernstruktur und einem stabilen Selbstwert, sind wesentliche Ziele. Die Kinder und Jugendlichen sollen wieder motiviert den Schulalltag meistern und Lust am Lernen empfinden. Hierbei stellen auch regelmäßige Besprechungen mit den Eltern sowie der Informationsaustausch mit der Schule ein fester Bestandteil dar. Das Kind darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss in seinem System (Schule, Familie, Persönlichkeit) im Fokus stehen. Dieser Prozess der systemischen Unterstützung kann mithilfe der Kinesiologie wunderbar unterstützt werden.

Aus ersten Lernblockaden, Entwicklungs- verzögerungen sowie Lernschwächen, wie Lese-/ Rechtschreibschwäche (LRS), Rechenschwäche (Dyskalkulie), Aufmerksamkeits-Konzentrationsdefizite (AD(H)S), können Kreisläufe aus negativen Verknüpfungen entstehen: Lernen wird dann häufig mit Frustration, Schulunlust und Angst in Verbindung gebracht.

In der Regel wirkt sich dies negativ auf das Selbstbewusstsein des Kindes sowie auf seine Schulleistungen aus. Nicht selten sind Verhaltensprobleme und psychosomatische Beschwerden die Folgen.

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