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Lernen lernen – so funktioniert das Gehirn

Idea and Brain

Jeder von uns kennt die Situation, wir sollen uns etwas merken, aber im nächsten Moment ist die Information aus unseren Gedächtnis verschwunden. Als wäre sie nie da gewesen. Das Kurzzeitgedächtnis funktioniert somit nur, wenn wir Vorwissen mit neuem Input verknüpfen. Es stellen sich folgende Fragen…

Wie können wir Lerninhalte ins Langzeitgedächtnis überführen, ohne dass sie nach wenigen Minuten wieder aus unserem Gehirn gelöscht werden?

Was muss das Gehirn leisten, um eine langfristige Merkleistung zu erzielen?

Synapsen werden durch äußere Reize aktiviert. Informationen werden nun an die Nervenzellen weitergeleitet. Am besten werden neue Informationen verankert, wenn viele Synapsen und Nervenzellen aktiviert sind. Je mehr Sinne beteiligt sind, desto schneller und leichter lernen wir. Die meisten Menschen vergessen Inhalte, die sie nur hören. Daher kommt das Sprichwort: „In das eine Ohr rein, aus dem anderen Ohr raus.“ Wer jedoch hört und sieht, sogar dabei noch etwas tut, der hat gelernt!

Wiederholungen sind für das Gehirn unabdingbar!

Deshalb sind Hausaufgaben für die Kinder von großer Bedeutung. Dadurch werden die Synapsen regelmäßig neu aktiviert. Unsere Nervenzellen brauchen somit zur langfristigen Speicherung eine aktive Auseinandersetzung mit dem Lernstoff. Die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen stellt jedoch das Interesse am Thema dar. Wenn wir dann noch den Lernstoff mit Bildern und Geschichten unterfüttern, dann ist der Lernerfolg nahezu gesichert. Wunderbar ist eine Alltagsrelevanz des Themas zu erkennen, um das Wissen weiterhin zu verwenden und wiederum neue Inhalte daran zu knüpfen.

Lernen durch Experimentieren

Aktives, intrinsisches Aha-Erlebnis

Besonders Kindern soll die Möglichkeit geboten werden zu experimentieren und dadurch ein aktives, intrinsisches Aha-Erlebnis zu schaffen. Während des Lernprozesses spielen die Emotionen eine nicht unerhebliche Rolle. Sie lenken den Lernerfolg maßgeblich. Habe ich Angst oder denke ich, dass die Inhalte nutzlos sind, dann sind die Informationen negativ unterlegt. Wir können sie uns nicht mehr gut merken.
Zeigen wir jedoch eine positive Grundeinstellung, dann ist das der Schlüssel zum Erfolg. Denn Lernen braucht positive Emotionen, eine intrinsische Motivation sowie den Einklang der Sinne. Auf diese Weise kann neues Wissen eindeutig leichter an das Vorwissen anknüpfen.

Bedeutung von gesundem Schlaf

Übrigens trägt ein gesunder Schlaf zum Lernerfolg bei. Internationale Forscher haben herausgefunden, dass das Gehirn neue Inhalte während der Tiefschlafphase verarbeitet.

 

Bei Fragen rund um das Thema Lernen stehe ich Ihnen gerne zur Seite,
Ihre Saskia Leinau-Madh

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